Als Regionalvertretung der Koordinationsstelle für Amphibien- & Reptilienschutz in der Schweiz (karch) wird die valeco GmbH jeweils kontaktiert, wenn im Oberwallis Probleme mit Schlangen auftreten. Vor allem wenn sich Giftschlangen im Siedlungsbereich aufhalten, besteht häufig die einzig mögliche Lösung darin, diese zu fangen und an einen nahen aber weniger besiedelten Ort zu bringen.

Anfang Mai 2019 wurde ein Ausbildungstag mit den Schwerpunktthemen „Auffinden von Schlangen“ und „Sicheres Handling von Schlangen“ durchgeführt. Der Kurs war primär als interne Ausbildung der valeco-Belegschaft gedacht, die Teilnahme am Ausbildungstag wurde aber auch den Oberwallisern Wildhütern und den Mitarbeitenden der Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft (DWFL) Sektion Natur und Landschaft des Oberwallis kostenlos angeboten. Max Dähler – ein bekannter Reptilien-Spezialist, mit welchem die valeco GmbH regelmässig zusammenarbeitet – vermittelte am Kurs mit praktischen Übungen das Ansprechen von  typischen Schlangenlebensräumen sowie das Auffinden, das Fangen und das tiergerechte Handling der gefangenen Tiere. Weil es sich bei den Schlangen, welche die valeco GmbH aus dem Siedlungsbereich wegfangen muss, häufig um die einheimische aber giftige Aspisviper handelt, wurden an der Ausbildung  v.a. auch gezielt die sicherheitsrelevanten Aspekte behandelt, wie beispielsweise das Tragen von Handschuhen, das Verwenden geeigneter Transportboxen oder das Verhalten bei Bissunfällen. In der Regel verlaufen Bissunfälle ohne Komplikationen, dennoch ist bei einem Biss das Aufsuchen eines Arztes oder einer Notaufnahme zur weiteren Abklärung immer angezeigt.

Obwohl wetterbedingt nur wenige Schlangen gefunden werden konnten, war es ein sehr lehrreicher Ausbildungstag, an dem die Teilnehmer die Gelegenheit hatten, unter kundiger Anleitung vertieft das Fangen wie auch das fachgerechte Handling von Schlangen zu üben, mit dem Ziel, die Sicherheit der Mitarbeiter zu verbessern aber auch das Tierwohl bei notwendigen Fängen sicherzustellen.